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Center for Community Enhancement

Lange galt Kamerun als friedlicher, demokratischer Anker in der westafrikanischen Region – bis sich die schwelenden Konflikte zwischen marginalisierten anglophonen und der Mehrheitsgesellschaft angehörenden frankophonen Gruppen verschärften. Was als meist friedlicher Protest in Form von Streiks auf Seiten der anglophonen Gruppen Kameruns begann, eskalierte 2016 in gewalttätige, bewaffnete Auseinandersetzungen. Seitdem befindet sich insbesondere der Norden des Landes in einer schweren Sicherheitskrise. Hinzu kommen häufige Terroranschläge der islamistischen Gruppierung Boko Haram, Armut und Ungleichheit, sowie die schnell voranschreitende Wüstenbildung im Norden Kameruns, die eine Bewirtschaftung der Flächen erschwert.

Fluchtbewegungen führen vor allem in Richtung Nigeria – aber auch in den tropischen Süden Kameruns, der von Regenwäldern geprägt ist. Doch auch hier gibt es Probleme: Die Abholzung der tropischen Bäume lässt die Regenwälder in der Region in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit schrumpfen. Und auch Plastikabfälle stellen – wie in so vielen Ländern der Erde – eine große Belastung für die Umwelt dar. Verschmutzte Flüsse und Strände sind die Folge, mangelnde Aufklärung über die richtige Entsorgung und die schädlichen Einflüsse von Plastik auf die Natur sind die Ursache.

Ende 2021 zählte das Land rund 937.000 Binnenflüchtlinge. Für viele aus dem Norden Kameruns geflüchtete Menschen ist es schwer, sich eine neue Heimat im Süden des Landes aufzubauen. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen Schutzräume, die sie mit offenen Armen empfangen und ihnen die Ankunft im neuen Leben erleichtern.

Buea Center for Community Enhancement
CENTER FOR COMMUNITY ENHANCEMENT

All diesen Problemen hat sich die Organisation Center for Community Enhancement (CENEC) angenommen: Die motivierte Gruppe rund um den Gründer Ngole Modecai Ewang hat es sich zum Ziel gesetzt, Mädchen und Jungs in Buea, der Regionalhauptstadt im Süd-Westen Kameruns, durch Sport- und Bildungsangebote zu empowern, Gleichberechtigung und Gesundheit zu fördern sowie Binnen­geflüchteten einen sicheren Ort abseits der Straße zu bieten. Getreu ihren vier Grundwerten Leidenschaft, Ver­ant­wor­tungs­bewusstsein, Engagement und Einsatzbereitschaft möchte CENEC das Leben der lokalen Jugend grundlegend verbessern.

Die Angebote von CENEC richten sich an Kinder und Jugendliche aus der lokalen Bevölkerung und Binnenvertriebene, die hier eine sinnvolle Beschäftigung und Gleichgesinnte finden. Ihnen bietet CENEC ein bunt gemischtes Programm an: Von Computerkurse über Fußball- und Englischkurse bis hin zu Clean-Up Aktionen und Naturschutz-Workshops – alle Aktivitäten haben das Ziel, Gleichberechtigung und Bildungschancen zu erhöhen und ein Bewusstsein für Klima- und Umweltschutz bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu entwickeln. Damit legt CENEC den Grundstein für eine nachhaltige Entwicklung in der lokalen Gemeinschaft. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen haben sie bei ihrem Programm dabei immer im Blick. 

CENEC Cameroon

Für die Zukunft wünscht sich CENEC ein eigenes Vereinsheim, in dem sie ihre Kurse anbieten können und das als Treffpunkt für einen friedlichen Austausch der Jugend Bueas dient. Wir hoffen, Abasha kann ihnen im Laufe unserer Zusammenarbeit diesen Wunsch erfüllen und freuen uns schon darauf, zu sehen, wohin die Reise mit CENEC nicht nur das Team, sondern all die Mädchen und Jungs, die an ihren Programmen teilnehmen, führen wird. 

Center for Community Enhancement ist als selbständige Initiative in Kamerun aktiv. Der Abasha e.V. unterstützt Center for Community Enhancement bei der Finanzierung des Sport- und Bildungsprogramms in Buea. Abasha übermittelt 100% der Spenden dieser Kampagne direkt an Center for Community Enhancement. Sobald wir Spenden an CENEC verteilen können, werden wir hier darüber informieren.